KWZ Stuttgart: Nikotin und unerfüllter Kinderwunsch

Expertenrat aus Stuttgart: Zu viel Nikotin kann eine Ursache bei unerfülltem Kinderwunsch sein

KWZ Stuttgart: Nikotin und unerfüllter Kinderwunsch

Ausbleibende Schwangerschaft durch Nikotin. (Bildquelle: © simonaphoto – Fotolia.com)

STUTTGART. Bei der Befruchtung der weiblichen Eizelle durch ein männliches Spermium und der Einnistung des frühen Embryos in der Gebärmutterschleimhaut handelt es sich um einen hochsensiblen Prozess, schildert Gynäkologe Dr. med. Friedrich Gagsteiger, Reproduktionsmediziner und medizinischer Leiter des Kinderwunsch Zentrums Stuttgart. Strenggenommen haben Eizelle und Spermium ein Zeitfenster von nur zwölf Stunden, um sich zu treffen. „Schon die kleinste Störung kann diese Begegnung verhindern, und der Kinderwunsch bleibt unerfüllt.“ Das Risiko, dass der Entwicklung einer gesunden Schwangerschaft eine Störung entgegensteht, steigt mit zunehmenden Lebensalter der Partner, die sich ein Kind wünschen. Eine Rolle kann auch das Rauchen spielen.

Kinderwunsch Zentrum Stuttgart: Wer raucht, erhöht sein Risiko für einen unerfüllten Kinderwunsch

Zu den störenden Umwelteinflüssen gehört auch der Abusus von Alkohol und Nikotin mit Blick auf eine gewünschte und ausbleibende Schwangerschaft. Nikotin wirkt sich auf die Spermienqualität beim Mann aus. Es verlangsamt die Spermien, was sich auf die Befruchtung auswirken kann. Denn Nikotin schädigt die Zellkraftwerke der Spermien. Auch bei der Frau wirkt Nikotin fruchtbarkeitshemmend. Im Durchschnitt warten Frauen, die rauchen, dreimal länger als Nichtraucherinnen, bis sich eine Schwangerschaft einstellt. Beim Mann ist es am häufigsten eine gestörte Spermienproduktion, die als Erklärung eines unerfüllten Kinderwunsches in Frage kommt, bei der Frau liegt oftmals eine hormonelle Fehlfunktion vor. Die Ursachen sind jedoch generell sehr vielfältig, weiß Dr. Gagsteiger vom Kinderwunsch Zentrum Stuttgart.

Stress als Ursache von unerfülltem Kinderwunsch? Erklärungen vom Kinderwunsch Zentrum Stuttgart

Stress wirkt sich sowohl bei der Frau als auch beim Mann aus und kann die Entwicklung einer Schwangerschaft negativ beeinflussen. Weil Stress den Testosteronspiegel beim Mann sinken lässt, ist dadurch auch die Qualität seiner Spermien in Mitleidenschaft gezogen. Eine Schwangerschaft wird unwahrscheinlicher. Bei der Frau hat Stress einen Einfluss auf das Hormonsystem. Im Kinderwunsch Zentrum Stuttgart gehören Entspannungstechniken u.a. der traditionellen chinesischen Massage zu den Angeboten, um Stress abzubauen. „Letztlich ist Stress eine Negativ-Spirale bei unerfülltem Kinderwunsch. Er wirkt sich schädlich aus, wenn Paare schwanger werden wollen. Entsteht durch einen unerfüllten Kinderwunsch zusätzliche psychische Belastung, kann dies wiederum Stress erzeugen“, schildert Dr. med. Friedrich Gagsteiger.

Dr. med. Friedrich Gagsteiger ist Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe und besitzt die fakultative Weiterbildung für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin sowie für Ärztliches Qualitätsmanagement.

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